Dass das Stillen das Immunsystem der Mutter schwächt, ist ein weit verbreiteter Mythos – in Wahrheit ist das Immunsystem in der Stillzeit bestens gerüstet, wird jedoch durch Schlafmangel und hohe körperliche Belastung oft extrem gefordert. Die meisten frischgebackenen Mütter fragen sich, ob eine stillende Mutter häufiger krank wird, wenn sie während der Stillzeit mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hat. Stillen bietet viele Vorteile für Babys und Mütter, verändert aber auch die Immunfunktion der Mutter. Studien deuten darauf hin, dass das Stillen als Schutzmaßnahme gegen Krankheiten dienen kann, obwohl es Untersuchungen gibt, die zeigen, dass es die Anfälligkeit für bestimmte Krankheiten bei Müttern erhöhen kann. Die wissenschaftliche Forschung über das Stillen und wie es die Anfälligkeit des mütterlichen Körpers für Krankheiten verändert, wird in diesem Artikel untersucht.
💡 Wichtigste Erkenntnisse
- Stillen schwächt das Immunsystem nicht – Die Immunabwehr der Mutter bleibt aktiv und bildet weiterhin schützende Antikörper.
- Hauptursache für Infekte ist Erschöpfung – Schlafmangel, Stress und hoher Kalorienverbrauch erhöhen die Krankheitsanfälligkeit nach der Geburt.
- Gezielte Nährstoffzufuhr schützt – Ausgewogene Ernährung und ausreichende Flüssigkeitszufuhr stärken das Immunsystem der stillenden Mutter.
- Entlastung schaffen – Hilfsmittel wie eine effiziente elektrische Milchpumpe oder Geräuschmaschinen helfen, Ruhephasen zu sichern.
Wie sich das Stillen auf das Immunsystem der Mutter auswirkt
Stillen verändert die mütterliche Physiologie, doch daraus lässt sich keine allgemeine Stärkung des Immunsystems der Mutter ableiten. Gut belegt ist dagegen, dass Muttermilch Immunstoffe enthält, die den Säugling unterstützen und sein Risiko für bestimmte Infektionen senken können.
Das Immunsystem der Mutter während des Stillens

Das mütterliche Immunsystem passt sich in der Stillzeit dynamisch an, um Antikörper und Abwehrzellen gezielt über die Muttermilch weiterzugeben. Stillen ermöglicht es dem Immunsystem der Mutter, sich durch das Stillen anzupassen, um die Gesundheit von Mutter und Kind vor Infektionen zu schützen. Mit der Muttermilch kann der Körper der Mutter Antikörper und Immunzellen weitergeben, die das Immunsystem des Babys effektiv entwickeln. Die Mutter gibt in den ersten Tagen der Kolostrumabgabe Abwehrfaktoren über die Muttermilch weiter, da die Frühmilch reichlich schützende Immunelemente enthält.
Schwächt Stillen das Immunsystem der Mutter?
Nein, Stillen führt nicht zu einer Schwächung der mütterlichen Abwehrkräfte, sondern regt die Immunfunktion kontinuierlich an. Der natürliche Gebärprozess der Mutter führt zur Bildung von Immunzellen und Antikörpern, die die Funktion des Immunsystems verbessern. Die schützenden Immunstoffe, die durch das Stillen weitergegeben werden, schützen das Baby und stärken gleichzeitig die Abwehrkräfte der stillenden Mutter. Nicht das Stillen selbst, sondern Schlafmangel und physische Überlastung führen dazu, dass Mütter nach der Geburt krank werden können.
Stärkt das Stillen das Immunsystem der Mutter?
Eine pauschale Stärkung des mütterlichen Immunsystems durch Stillen ist nicht belegt. Der nachgewiesene Infektionsschutz betrifft vor allem das gestillte Baby durch Immunstoffe in der Muttermilch.
Warum werden gestillte Mütter immer wieder krank?

Wenn eine stillende Mutter krank in der Stillzeit wird, liegt das meist an einer Kombination aus Schlafmangel, Nährstoffverbrauch und hormonellen Umstellungen. Stillen ist eine schöne, aber auch herausfordernde Erfahrung für frischgebackene Mütter. Dass viele Mütter das Gefühl haben, krank nach der Geburt zu werden, liegt an folgenden Einflussfaktoren:
- Schlafmangel und Stress: Die Kombination aus unzureichendem Schlaf und anhaltendem Stress führt zu tiefgreifender Müdigkeit. Ausreichender Schlafmangel schwächt das Immunsystem, wodurch der Körper seine Fähigkeit verliert, sich gegen Infektionen zu wehren.
- Nährstoffmangel: Stillen verbraucht viel Energie und Nährstoffe. Wenn Mütter ihr Immunsystem stärken in der Stillzeit möchten, ist eine ausreichende Vitamin- und Mineralstoffzufuhr unerlässlich.
- Naher Kontakt mit Babys: Enge Kontakte gehören zum Stillalltag; sie sind jedoch kein Beleg dafür, dass Stillen die Abwehrkräfte der Mutter schwächt.
- Hormonelle Veränderungen: Die hormonellen Veränderungen nach der Geburt verändern die Funktionsweise des Immunsystems vorübergehend, was Mütter anfälliger für Erkältungen macht.
- Mastitis: Mastitis ist eine häufige Brustinfektion. Verstopfte Milchgänge führen zu Schmerzen, Rötungen und grippeähnlichen Symptomen wie Fieber und Schüttelfrost. Wer überlegt, wann Abstillen sinnvoll ist, sollte bei wiederkehrenden Brustentzündungen Rücksprache mit einer Stillberaterin halten.
- Physische Belastung: Häufiges Stillen und unterbrochener Schlaf können anstrengend sein. Das bedeutet nicht automatisch, dass das Immunsystem geschwächt ist.
Werden stillende Mütter weniger krank?

Stillende Mütter bilden dank der Milchbildung spezifische Antikörper gegen aktuelle Erreger, sind jedoch nicht immun gegen allgemeine Infekte. Muttermilch enthält Antikörper sowie Immunzellen und schützende Proteine, die die Immunabwehr unterstützen:
- Antikörper: Proteine bekämpfen Bakterien und Viren in der Muttermilch und schützen das Baby vor Infektionen.
- Immunzellen: Makrophagen und Lymphozyten erkennen Krankheitserreger und helfen, die Dauer von Infekten bei der Mutter zu verkürzen.
- Grippeschutz: Mütter produzieren als Reaktion auf Infekte spezifische Grippe-Antikörper. Obwohl das Stillen wertvolle Vorteile für Mütter bietet, schützt es nicht vollständig vor Infektionen.
Tipps für stillende Mütter, um gesund zu bleiben
Um das Immunsystem einer stillenden Mutter gezielt zu unterstützen, helfen ausreichend Ruhe, nährstoffreiche Ernährung und wirksame Stressreduktion. Mütter können ihre Gesundheit mit folgenden Richtlinien fördern:
- Genügend Ruhe: Nutze Schlafphasen des Babys für kurze Erholungszeiten. Die Momcozy Smart Baby Geräuschmaschine sorgt für eine ruhige Atmosphäre und fördert erholsamen Schlaf für Mutter und Kind.
- Ernähre dich ausgewogen: Setze auf Vollwertkost mit Gemüse, Obst, mageren Proteinen und gesunden Fetten, um dein Immunsystem in der Stillzeit zu stärken.
- Praktiziere Stressmanagement: Entspannungstechniken wie tiefe Atmung oder sanftes Yoga helfen, den Cortisolspiegel zu senken.
- Aktiv bleiben: Leichte Spaziergänge regeln die Durchblutung und stärken die Abwehrkräfte.
- Vermeide den Kontakt mit Keimen: Regelmäßiges Händewaschen schützt das Immunsystem vor unnötigen Infektionen.
- Kümmere dich um deine psychische Gesundheit: Mentale Gesundheit beeinflusst die körperliche Immunabwehr direkt. Zögere nicht, Hilfe anzunehmen.
- Behalte die richtige Stilltechnik bei: Eine korrekte Anlegtechnik verhindert Verstopfungen der Milchgänge. Die Momcozy M9 Milchpumpe ermöglicht ein komfortables, freihändiges Abpumpen und entlastet den Alltag.
- Ausreichend Trinken: Eine hohe Flüssigkeitszufuhr stützt den Kreislauf und die Muttermilchproduktion.
- Höre auf deinen Körper: Gönne dir sofort Ruhe, sobald sich erste Anzeichen einer Erkältung zeigen.
- Konsultiere deinen Gesundheitsdienstleister: Bei anhaltenden Beschwerden oder Infektionen sollte immer ärztlicher Rat eingeholt werden.
Schlussfolgerung
Das Stillen stärkt das Immunsystem von Mutter und Kind durch die Übertragung von Antikörpern und Immunzellen nachhaltig. Dennoch führt der Alltag mit Säugling durch Schlafmangel und körperliche Anstrengung dazu, dass Mütter gelegentlich erkranken. Ein achtsamer Umgang mit den eigenen Kräften und gezielte Entlastung helfen, gesund durch die Stillzeit zu kommen.
Quellen
- Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG): Muttermilch senkt das Risiko für Infektionskrankheiten.
- Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG): Probleme beim Stillen.