Ihr mögt Alexander als ganzen Vornamen und Alex für den Alltag? Oder sucht ihr zu Julian und Patrick erst eine kurze Form, die euch ebenfalls gefällt? Hier findet ihr zwölf Vornamen mit dokumentierten Kurz- oder Koseformen. Ihr könnt jeweils beide Seiten anschauen: den Namen, den ihr auswählt, und die Form, mit der ihr euer Kind gern ansprechen möchtet.

Der ganze Vorname und eine mögliche Alltagsform
Schaut euch beide Karten an. Ihr könnt eine kurze Form auswählen oder den ganzen Vornamen auch für den Alltag behalten.
Zwölf Vornamen mit möglichen Alltagsformen
Die Tabelle ist ein Ausgangspunkt für eure Auswahl. Die aufgeführten Formen sind in den verlinkten Wörterbucheinträgen belegt. Daraus folgt nicht, dass sie in jeder Familie üblich sind oder später verwendet werden müssen. Wenn euch ein ganzer Vorname schon gefällt, könnt ihr ihn auch im Alltag genauso sagen.
| Vorname | Kurz- oder Koseform | Beim Ausprobieren |
|---|---|---|
| Alexander | Alex | Der Anfang bleibt in der Kurzform gut erkennbar. |
| Maximilian | Max / Maxi | Zwei kurze Formen, die ihr getrennt vom langen Vornamen ausprobieren könnt. |
| Benjamin | Ben | Ben steht auch als eigene Namensform in Berliner Listen. |
| Sebastian | Bastian / Basti | Bastian und Basti sind nicht dieselbe gesprochene Form. |
| Johannes | Hannes / Jo | Zwei deutlich unterschiedlich lange Möglichkeiten für den Alltag. |
| Friedrich | Fritz | Die Verbindung ist nicht einfach durch Abschneiden der letzten Buchstaben sichtbar. |
| Matthias | Matze | Die Schreibweise der Koseform unterscheidet sich stärker. |
| Michael | Micha / Michi | Eine andere letzte Silbe kann eure Vorliebe verändern. |
| Patrick | Paddi / Pati | Die hier ausgewählten Koseformen sind im Wörterbuch aufgeführt. |
| Julian | Juli / Jule | Beide Formen sind als Kurzformen verzeichnet. |
| Thomas | Tom / Tommy | Tom und Tommy haben eine unterschiedliche Länge beim Sprechen. |
| Andreas | Andi / Andy | Zwei Schreibweisen, die ihr beim Weitergeben unterscheiden könnt. |
Alexander und Alex: zwei Formen, die euch gefallen dürfen
Schreibt „Alexander“ auf eine Karte und sagt dann „Alex, kommst du?“. Mögt ihr die lange Form auch, wenn kein Alex danebensteht? Und gefällt euch Alex, ohne dass ihr jedes Mal an Alexander denkt? Diese beiden Fragen helfen, wenn bisher vor allem ein Spitzname den Ausschlag gegeben hat.
Aus einer Kurzform lässt sich der ganze Name nicht immer eindeutig zurückschließen. Der Eintrag zu Alex nennt mehrere Verbindungen. Wenn ihr jemandem euren Namenswunsch mitteilt, schreibt deshalb beide Formen hin, etwa „Alexander; im Alltag möchten wir Alex sagen“. So muss niemand raten, welcher Vorname gemeint ist.

Julian: Juli oder Jule einmal im ganzen Satz sagen
Juli und Jule stehen als Kurzformen im Wörterbucheintrag zu Julian. Sagt zum Beispiel „Das ist Julian“ und danach „Juli, wir gehen los“. Wechselt anschließend nur zu Jule. Vielleicht gefällt euch eine Endung besser, vielleicht mögt ihr Julian selbst am liebsten. Ihr müsst nicht erst eine kurze Form finden, um Julian auf der Liste zu behalten.
Wenn in eurem Umfeld bereits jemand Juli oder Jule genannt wird, könnt ihr überlegen, wie sich die Namen in gemeinsamen Gesprächen anfühlen. Eine Kurzform ist keine exklusive Zuordnung zu einem einzigen langen Namen. Der konkrete Familienalltag ist hier hilfreicher als eine lange Liste aller theoretischen Möglichkeiten.
Patrick: die gewählte Kurzform auch schreiben
Zu Patrick führt das Wörterbuch unter anderem Paddi und Pati als Koseformen auf. Wenn euch Paddi gefällt, schreibt nicht nur „Patrick mit Spitznamen“, sondern die gewünschte Form dazu. Ihr könnt die beiden Wörter nebeneinanderlegen und dann ein paar Sätze sagen: „Wir haben Patrick ausgewählt“ und „Paddi, bist du dabei?“.
Es ist ebenso möglich, bei Patrick zu bleiben. Dass eine kurze Form dokumentiert ist, verpflichtet euch nicht dazu. Wenn ihr zu einem anderen Favoriten wie Gabriel oder Lukas noch keine Alltagsform gefunden habt, könnt ihr zunächst den ganzen Vornamen ausprobieren und später weitersehen.
Eine Form, die auch allein als Name vorkommt
Ben und Max sind nicht nur Formen, die ihr neben Benjamin und Maximilian sehen könnt. Beide Schreibweisen kommen auch eigenständig in den veröffentlichten Berliner Namenslisten von 2023 vor. Diese Daten zeigen geschriebene Namenseinträge, keine Gespräche zu Hause. Aus ihnen lässt sich nicht ablesen, wie oft ein Benjamin Ben genannt wird.
Wenn ihr nur Ben möchtet, könnt ihr Ben als eigenen Namenswunsch besprechen. Wenn euch gerade die Verbindung Benjamin und Ben gefällt, behaltet diese Verbindung auf eurer Karte. Das sind zwei unterschiedliche Entscheidungen, die nicht nach derselben Regel gelöst werden müssen.
Eure Nachricht an die Familie
Eine kurze Nachricht kann reichen: „Wir mögen Johannes. Im Alltag möchten wir Hannes ausprobieren.“ Wenn ihr euch noch nicht festlegen wollt, schreibt „Johannes oder Julian sind unsere Favoriten; die kurze Form ist noch offen“. So teilt ihr einen echten Zwischenstand, statt eine spätere Anrede schon als feststehend darzustellen.
Ein Spitzname kann sich durch Gewohnheiten, andere Bezugspersonen oder den eigenen Wunsch eures Kindes verändern. Für eure heutige Auswahl genügt es, den ganzen Vornamen gern zu haben und eine mögliche Alltagsform ehrlich auszuprobieren. Auch ein offenes Feld auf der Karte ist eine brauchbare Antwort.