Noa, Lou oder Luca stehen auf eurer Liste, weil ihr einen Namen sucht, der nicht nur in einer Geschlechtsgruppe verwendet wird. Damit ist aber noch nicht gesagt, dass beide Verwendungen gleich häufig sind. Die veröffentlichten Berliner Daten von 2023 zeigen zum Beispiel für Noa ein anderes Verhältnis als für Luca. Hier könnt ihr zwölf Namen anhand derselben kleinen Datengrundlage vergleichen.

Anzahl und Verteilung getrennt ansehen
Vergleicht zwei Namen. Die Balken zeigen veröffentlichte erste Namenspositionen in Berlin 2023, keine Aussage über einzelne Menschen.
Zwölf Namen mit Einträgen in beiden Spalten
Die Tabelle addiert die veröffentlichten Zeilen aus den zwölf Berliner Bezirksdateien und der ergänzenden Datei rare_names.csv für 2023. Gezählt wird nur Position 1, also der erste eingetragene Vorname. Die Spalten m und w folgen der Codierung des Datensatzes. Sie beschreiben diese Einträge, nicht die Identität einer Person und auch nicht, wie andere einen Namen wahrnehmen.
| Name | m-Spalte | w-Spalte |
|---|---|---|
| Lou | 9 | 19 |
| Noa | 9 | 10 |
| Toni | 27 | 13 |
| Mika | 66 | 10 |
| Luca | 114 | 8 |
| Robin | 26 | 3 |
| Charlie | 27 | 9 |
| Janne | 8 | 6 |
| Eden | 9 | 3 |
| Lovis | 7 | 4 |
| Nour | 2 | 19 |
| Deniz | 23 | 2 |
Noa und Luca: beide verwendet, unterschiedlich verteilt
Für Noa ergeben die veröffentlichten ersten Positionen 9 Einträge in der m-Spalte und 10 in der w-Spalte. Für Luca sind es 114 und 8. Beide Namen erfüllen hier dieselbe einfache Bedingung: In beiden Spalten steht mehr als null. Für eine Familie, die eine möglichst ähnliche Verwendung in beiden Gruppen wichtig findet, sind die beiden Ergebnisse trotzdem nicht gleich.
Fragt deshalb zuerst, was euch am Wort „Unisex“ wichtig ist. Möchtet ihr vor allem eine nachweisbare Verwendung in beiden Gruppen sehen? Oder möchtet ihr einen Namen, bei dem diese Einträge in der betrachteten Liste näher beieinanderliegen? Die Daten helfen beim Unterscheiden. Sie sagen nicht, welche Antwort eure Familie geben muss.

Warum aus den Zahlen keine Wahrscheinlichkeit wird
Bei der Veröffentlichung werden sehr kleine Zellen aus Datenschutzgründen entfernt. Einzelne Bezirkseinträge werden in rare_names.csv zusammengeführt; danach können weiterhin Zellen fehlen. Wir zählen die beiden veröffentlichten Teile zusammen, um dieselben Zeilen nicht zu übersehen. Die sichtbare Summe ist trotzdem keine vollständige Geburtenzahl für jeden Namen.
Hinzu kommen Ort und Jahr: Berlin 2023 beschreibt weder ganz Deutschland noch die nächste Schulklasse eures Kindes. Auch eine erste Namensposition ist nicht automatisch der im Alltag verwendete Rufname. Wenn ihr im Vergleich zwischen Anzahl und Verteilung umschaltet, bleibt deshalb die Beschriftung „veröffentlichte Einträge“ erhalten.
Zwei Namen behalten und im Alltag ausprobieren
Wenn euch etwa Noa und Toni gefallen, schreibt beide zunächst mit eurem Nachnamen auf. Sagt dann zwei ganz normale Sätze: „Das ist Noa“ und „Das ist Toni“. Dabei müsst ihr nicht entscheiden, welcher Name „neutral genug“ klingt. Ihr könnt getrennt notieren, welchen Klang ihr mögt und welche Verwendung die Quelle tatsächlich zeigt.
Die zwölf Beispiele sind eine Auswahl mit überprüfbaren Einträgen, kein vollständiges Verzeichnis aller Unisex-Namen. Ein fehlender Name wäre deshalb ebenso wenig ein Beweis für nur eine Verwendung, wie ein einzelner Treffer eine gleichmäßige Verteilung beweist. Entscheidend bleibt, welcher konkrete Name zu eurer eigenen Auswahl passt.