Nach dem Mutterschutzgesetz hast du in den ersten zwölf Monaten nach der Geburt Anspruch auf die zum Stillen erforderliche Zeit. Das sind mindestens zweimal täglich 30 Minuten oder einmal 60 Minuten, die du bei deinem Arbeitgeber verlangst. Die Zeit wird bezahlt, du arbeitest sie nicht nach, und sie zählt nicht als Ruhepause. Für das Abpumpen im Büro brauchst du außerdem eine gereinigte Milchpumpe, feste Zeitfenster, einen ruhigen Platz zum Sitzen und eine Kühlmöglichkeit: einen sauberen Kühlschrank oder einen vorbereiteten Muttermilchkühler.
Welche Rechte gibt dir das Mutterschutzgesetz beim Abpumpen im Büro?
Die Tabelle fasst die Regeln zusammen und verlinkt jeden Paragrafen.
Recht |
Paragraf |
Was das im Alltag heißt |
|---|---|---|
Stillzeit im ersten Jahr |
In den ersten zwölf Monaten nach der Geburt stellt dich dein Arbeitgeber auf dein Verlangen für die zum Stillen erforderliche Zeit frei. Mindestens sind es zweimal täglich 30 Minuten oder einmal täglich 60 Minuten. |
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Längere Stillzeit an langen Arbeitstagen |
§ 7 Abs. 2 MuSchG |
Arbeitest du mehr als acht Stunden zusammenhängend, soll dein Arbeitgeber dir auf Verlangen zweimal mindestens 45 Minuten gewähren. Gibt es in der Nähe der Arbeitsstätte keine Stillgelegenheit, ist es einmal mindestens 90 Minuten. Zusammenhängend heißt: Keine Ruhepause dazwischen dauert länger als zwei Stunden. |
Kein Lohnausfall |
Durch die Stillzeit darf dir kein Lohn fehlen. Du arbeitest sie weder vor noch nach, und sie wird nicht auf gesetzliche Ruhepausen angerechnet. |
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Kurz unterbrechen und ausruhen |
Dein Arbeitgeber stellt sicher, dass du deine Arbeit kurz unterbrechen kannst, soweit du das brauchst. In Pausen und Arbeitsunterbrechungen musst du dich unter geeigneten Bedingungen hinlegen, hinsetzen und ausruhen können. |
Die Stillzeit gibt es nicht automatisch, du musst sie verlangen. Sag deinem Arbeitgeber am besten vor der Rückkehr, dass du weiter stillst oder abpumpst. Dann könnt ihr die Zeiten gemeinsam festlegen.
Kommst du erst nach dem ersten Geburtstag deines Kindes zurück, greift § 7 nicht mehr und damit auch nicht die bezahlte Freistellung. Für stillende Frauen nennt § 9 Abs. 3 dagegen keine Frist.
Gilt die Stillzeit nach dem Mutterschutzgesetz auch für das Abpumpen?
Der Gesetzestext spricht vom Stillen, das Abpumpen nennt er nicht ausdrücklich. Das Portal kindergesundheit-info.de des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit nennt beides: Nach seinen Angaben kannst du die Stillzeit zum Stillen oder zum Abpumpen nutzen. Wie du die Zeit einteilst, darfst du laut dem Portal selbst wählen. Abstimmen solltest du sie mit deinem Arbeitgeber.

Bild mit KI erstellt, dient nur zur Veranschaulichung. Verbindliche Produktangaben findest du auf den offiziellen Momcozy-Produktseiten.
Welcher Raum eignet sich zum Abpumpen im Büro, und was braucht er?
Das Gesetz spricht in § 9 Abs. 3 von geeigneten Bedingungen, nicht von einem bestimmten Raum. Was das in deinem Betrieb heißt, klärst du vor dem ersten Arbeitstag mit Führungskraft, Personalabteilung oder Betriebsrat. Für das Abpumpen brauchst du:
- eine gereinigte Milchpumpe mit passenden Brusthauben und Aufbewahrungsgefäßen
- einen Stuhl und eine saubere Ablage
- eine Tür, die sich schließen lässt, oder ein Schild „Bitte nicht stören"
- ein Waschbecken in der Nähe für Hände und Milchpumpenteile
- eine Steckdose zum Laden
- einen Kühlschrank oder einen Platz für eine Kühltasche beziehungsweise einen vorbereiteten Muttermilchkühler
Gut geeignet sind Ruheraum, Einzelbüro oder ein fest gebuchter Besprechungsraum. Eine Toilettenkabine taugt nicht, denn dort kannst du weder bequem sitzen noch sauber ablegen.
Welche tragbaren Milchpumpen eignen sich für das Abpumpen während der Arbeitspausen?
Eine tragbare Milchpumpe sitzt im BH, ohne Schlauch und ohne Kabel. Damit bist du freier, wo du die Stillzeit verbringst, etwa am ruhigen Schreibtisch oder zwischen zwei Terminen. Die Stillzeit bleibt trotzdem eine Freistellung, du musst in dieser Zeit nicht arbeiten.
Ob eine tragbare Milchpumpe besonders diskret beim Abpumpen in der Öffentlichkeit oder im Großraumbüro ist, hängt an drei Punkten. Du bedienst sie, ohne unter die Kleidung zu greifen, und der Akku hält den Arbeitstag durch. Außerdem meldet sie sich, bevor der Milchauffangbehälter voll ist. Wie laut die einzelnen Modelle sind, vergleicht der Beitrag zur leisen Milchpumpe fürs Büro.
Die Momcozy M9 lässt sich per App steuern und erfasst die Milchmenge pro Pumpzyklus. Bevor der Behälter voll ist, warnt sie per Vibration und App-Hinweis. Ist der Akku leer, reicht eine Kurzladung von 12 Minuten mit einem 5V/2A-Netzteil für einen vollständigen Pumpzyklus; das Netzteil liegt nicht bei. In den Tritan-Milchauffangbehälter pumpst du direkt ab und stellst ihn ohne Umfüllen in den Kühlschrank.

Bild mit KI erstellt, dient nur zur Veranschaulichung. Verbindliche Produktangaben findest du auf den offiziellen Momcozy-Produktseiten.
Die Momcozy Air 1 wechselt selbst vom Stimulationsmodus in den Abpumpmodus. Die App zeigt die Milchmenge in Echtzeit und meldet, wenn der Milchauffangbehälter voll ist. Zwischen zwei Sitzungen lädt die Air 1 kabellos im Ladecase.
Wie bewahrst du abgepumpte Muttermilch im Büro sicher auf?
Abgepumpte Milch gehört so schnell wie möglich in die Kühlung. Nach den Hygieneregeln für Muttermilch auf kindergesundheit-info.de sollte der Personalkühlschrank sauber sein und 4 bis 6 °C haben. Die Milch steht dort getrennt von anderen Lebensmitteln in einer Kunststoffbox.
Pumpe möglichst direkt in das Gefäß ab, in dem die Milch bleibt, und notiere das Datum wischfest. Kühle die Milch vor dem Heimweg möglichst vor. Verwende eine Kühltasche oder Styroporbox mit ausreichend gefrorenen Kühlelementen. Vorgekühlte Milch kann darin bei höchstens 15 °C bis zu 24 Stunden transportiert werden. Dafür muss die Tasche geschlossen bleiben und die Kühlkette durchgehend erhalten sein.
Der Momcozy-Muttermilchkühler mit 650 ml bietet bis zu 24 Stunden Kühlung – praktisch, wenn im Büro kein Kühlschrank verfügbar ist. Dafür frierst du den Kühlschlauch vorab mindestens zwölf Stunden bei etwa −18 °C vollständig durch und hältst den Kühler geschlossen. Kühle die Milch möglichst vor und halte die Kühlkette durchgehend ein; die tatsächliche Aufbewahrungsdauer richtet sich nach der Temperatur der Milch und der Kühlleistung. Wie lange sie zu Hause im Kühlschrank oder Gefrierfach hält, steht in den Aufbewahrungsregeln für Muttermilch. Für längere Wege hilft die Reise-Checkliste fürs Abpumpen unterwegs.
Die Milchpumpenteile reinigst du laut kindergesundheit-info.de zeitnah: zerlegen, mit heißem Wasser und Spülmittel waschen, abspülen, an der Luft trocknen. Einzelheiten stehen im Hygiene-Leitfaden für Milchpumpenteile.

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Wie lässt sich ein Achtstundentag mit Abpumpen planen?
Stillst du bis zum ersten Arbeitstag ausschließlich, hält kindergesundheit-info.de es für sinnvoll, ein bis zwei Wochen vorher ein- bis zweimal täglich abzupumpen. So übst du das Abpumpen und legst einen kleinen Vorrat an.
Das Beispiel: acht Stunden Arbeitszeit von 8:00 bis 16:30 Uhr, 30 Minuten Mittagspause und zweimal 30 Minuten Stillzeit, also das gesetzliche Minimum.
Uhrzeit (Beispiel) |
Was passiert |
Darauf achtest du |
|---|---|---|
vor 7:30 |
Zu Hause stillen |
Kühlelemente aus dem Gefrierfach in die Kühltasche packen |
8:00 |
Arbeitsbeginn |
Raum oder Platz für beide Zeitfenster reserviert |
10:00–10:30 |
Erste Stillzeit: abpumpen |
Milch beschriften und sofort in den Kühlschrank stellen |
12:30–13:00 |
Mittagspause |
Die Pause bleibt, die Stillzeit wird nicht angerechnet |
14:00–14:30 |
Zweite Stillzeit: abpumpen |
Milchpumpenteile reinigen und trocknen lassen |
16:30 |
Feierabend |
Vorgekühlte Milch mit ausreichend gefrorenen Kühlelementen transportieren; Tasche geschlossen halten |
am Abend |
Zu Hause stillen |
Milch in den Kühlschrank oder ins Gefrierfach |

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Die Rechnung dahinter: Du wirst für acht Stunden bezahlt, arbeitest sieben und gehst trotzdem um 16:30 Uhr. Die Mittagspause bleibt, weil die Stillzeit nicht auf sie angerechnet wird. Trag beide Zeitfenster als wiederkehrende Termine in den Kalender ein.
Wie oft und wann du abpumpst, richtet sich nach dem Rhythmus, in dem dein Baby sonst trinkt. Die Einzelheiten besprichst du mit deiner Hebamme oder einer Stillberaterin. Brauchst du mehr Zeit, hilft der Wortlaut von § 7: Er spricht von der erforderlichen Zeit, zweimal 30 Minuten sind die Untergrenze.
Eine Auswahl für den Büroalltag findest du in der Kategorie tragbare Milchpumpen.
Quellen und Stand: Mutterschutzgesetz § 7, § 9 und § 23 (gesetze-im-internet.de, abgerufen am 8. Oktober 2026); kindergesundheit-info.de (Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit), „Stillen und Beruf" und „Muttermilch abpumpen und aufbewahren", jeweils Stand 16.12.2025; Produktinformationen: Momcozy. Stand: 8. Oktober 2026.
